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das hier hatte ich vor ein paar tagen in meinem postfach: einer dieser stayfriends-newsletter, weil ich mich da vor jahren mal eingetragen habe, als es um die vorbereitung eines klassentreffens ging. doch halt! diesmal war es nicht die übliche was-sich-schon-wieder-in-ihrer-klasse-ereignet-hat-post, sondern eine der fiesen art: eine spekulation darüber, wie populär ich in meiner schulklasse war.
das passt sicher wunderbar in unsere gegenwärtige ranking-kultur, die sich nach anzahl der votes, kontakten oder buddies bemisst (dsds, openbc, myspace, etc.). aber wie perfide! stayfriends generiert dieses klassenliebste-ranking nach den aktivitäten auf der stayfriends-site. d.h. je häufiger meine stayfriends-profilseite besucht wird, je mehr kontakte ich über sie habe und, gut festhalten!, je mehr poesiealbum-einträge ich mein nennen darf, desto beliebter muss ich wohl in der klasse gewesen sein.
hm. da kommt selbst stayfriends ins zweifeln, ob diese einerseits absurde, anderseits aber auch sehr komische verwurstung des page rank prinzps von google in ordnung geht. unter dem schönen titel „Vom Messen und Steigern der Beliebtheit“, der so klingt, als wäre er direkt aus dem knigge übernommen (wie auch ansonsten der tonfall auf der stayfriends-site ein wenig schrullig und altbacken daherkommt), schreibt stayfriends in eigener sache:
Wir haben darüber nachgedacht, was man aus den Aktivitäten unserer Mitglieder herauslesen könnte. Das Ergebnis ist eine Rangliste. Keine ganz ernstzunehmende, zugegebenermaßen. Ein Experiment, dessen Ausgang auch uns nicht klar ist.
mir auch nicht. auf jeden fall finde ich platz 4 von 11 derzeit registrierten ehemaligen kamerade gar nicht so übel. und schreib mir jetzt selber gleich mal was ins poesialbum, ätsch!