Archiv nach Monaten: März 2007

letzte woche vorgestellt, noch 2 wochen bis zum verkaufststart in deutschland: die ps3, sonys nächste leuchtrakete im krieg der konsolenwelten. diesmal: konsole gegen online, denn was hier zu sehen ist und von sony ganz groß an die glocke gehängt wird, macht deutlich, dass der entwicklungstrend „multi user online gaming von der konsole“ nicht mehr aufzuhalten ist, spielkonzepte immer intrikater mit communitykonzepten verwoben werden und an vielen stellen wohl auch den pc als internet-interface ablösen dürfte.

sony erklärt mit der ps3 und dem dahinter stehenden „home“-feature, die avatarbasierte echtzeit-community der ps3-spieler, second life den krieg – und hat einen gewaltigen vorteil: den zweck des spiels. während second life immer mehr zu einem (self) advertising environment verkommt, in dem sich die innovationsabteilungen der consumer brands austoben, bietet die ps3 die möglichkeit, sich mit anderen zum spielen zu verabreden und die spielumgebung gleich nebenan. nicht das matchmaking, noch ausgefeilteres avatartuning und „emergence entertainment“, also das uploaden eigener contents, sind das eigentlich neue (obwohl natürlich auch), sondern die soziale konvergenz von spielfläche und spielern.

szenario futur I: jeglicher medienkonsum, ob gaming, musik, bewegt- oder stillbild wird in einer avatarwelt stattfinden, die die möglichkeiten zur persönlichen und regelbasierten empfehlung, zur bearbeitung der contents, zum matchmaking über meta- und profildaten und starke vertikal- und kontextsuchen anbieten unter einer oberfläche bereithält.

szenario futur II:  die protokolle der plattformen harmonieren, linden labs „second life“ avatare treffen auf  sonys „home“-siedler, ein gameboy auf eine world of warcraft-blutelfe. es bilden sich kontinente, sie heißen haben kunstnamen, aber dahinter stehen „nintendo“, „sony“, „entertainment arts“, „linden lab“, „blizzard entertainment“ und all die anderen. an den jeweiligen zonengrenzen gibt es schilder, die sagen „sie verlassen den sektor des anbieters XY“. es wird plattformübergreifende länder- und weltmeisterschaften geben. au-pair-aufenthalte, auswanderung, vorurteile, gemischtehen …

fortsetzung folgt.

gerade entdeckt: jyte.com. hier geht es um „claims“, also was für marketingleute. na gut, eigentlich geht es weniger um marketing, sondern um alles mögliche, was man in textform ausdrücken kann, also um dich und mich und den ganzen rest, der dort irgendeine meinung zum besten geben kann. die andere dürfen prompt darauf reagieren mit daumen hoch oder runter. macht spaß. und wird sicher bald entdeckt von der industrie, die mehr oder weniger versteckt die akzeptanz von ideen, produkten, services etc. testen wird.

bis es soweit is, will ich einfach mal sehen, ob es die (vorwiegend natürlich noch us-dominierten) community ok findet, dass ich im nachbarhaus seit ein paar tagen auf ein im fenster stehendes skelett kuckn muss.

ganz lässig übrigens das single-sign-on konzept von openID, das jyte.com unterstützt und derzeit auf immer mehr sites auftaucht. die idee ist, dass benutzer mit einem openID-benutzerkonto sich mit diesem auf beliebigen openID-unterstützenden sites anmelden können, ohne jedes mal andere login-daten verwenden zu müssen. die „open-identität“ steckt dabei in der url der openID-benutzerkontos. mehr dazu hier oder hier.