Kategoriearchive: boogieware

wow, schon lange nix mehr gepostet hier. und dann dies: ich hab mich gerade köstlich beölt, als ich die „hypemachine“, eine für mich neue musikplattform entdeckte, auf der suche nach der famosen band soko und auf den „deutsch“-knopf drückte. so sah das dann aus:

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großartig! ich bin in liebe gefallt mit etwas neu. und es ist herbst. wie schön!

fast noch besser als einer der gerade prämierten grand prix cyber lions gewinner mit den 100% nature material models von dove ist dieses feine, kleine spoof-video, das die ganze sache hübsch verdreht:

das original von dove gibts hier. und ist das alles nicht ein wunderbarer kommentar zu dem (via formfaktor) hier?? ich meine, wer braucht eine virtuelle welt, die die echte kopiert? und die es ohnehin besser kann als die virtuelle. hmjamm, genugtuung! ich geh jetzt wieder vor den kamin, ich glaub, im bärenfell hängt nochn rest country whopper …

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gerade bei plasticbag.org entdeckt: eine karte der virtuellen communities. ich lebe irgendwo in mittelerde, zwischen „flickrland“ und „deviant art“ in einem land namens „lastfm„, teil einer inselgruppe, die dem hauptkontinent „myspace“ vorgelagert ist. meisten schönes wetter hier. und die musik erst. matrose, wie lange reicht der zwieback noch?

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schöner abend gestern, und hoffentlich kommen mehr davon. große freude hatte ich an robert w., der folgendes treffendes sagt über die zunft der ia’s, nein, eigentlich über den unterschied zwischen konzeptern und ia’s:

„IA – wie kannst du die geile information zugänglich machen?“
„konzeption -  wie kannst du die zugängliche information geil machen?“

gruß von der re:publica aus berlin. das zweite mal, das ich als nachgewiesener nicht-techniker von adobe apollo höre bzw. lese, war gerade eben, auf der sms-comment-leinwand, die hier neben dem live-panelling und talking vor sich hin flackert. auf dem podium ging es um die zukunft der mash ups aus technischer sicht, und einer der referenten, bernhard reiter, der für den einsatz von open source software eintritt, gab zu bedenken, wie mächtig traurig er es findet, dass offene apis vorwiegend eine domäne der web- und nicht der nativen softwareentwicklung sind, vereinfacht gesagt: dass inzwischen mehr schnittstellen für webapps als desktopapps vorhanden sind, d.h. der großteil der mash up entwicklungen durch das nadelöhr „webserver“ muss. kurz danach schreibt da einer auf der sms-leinwand: „Wir freuen uns ja auch alle auf adobe apollo..“. aha, momentchen, dachte ich, hier setzt sich ein bild zusammen, langsam geht mir ein licht auf.  und das, weil mir kürzlich j.m. aus münchen zum ersten mal das konzept von adobe apollo erklärt hat. tja, und warum schreib ich das hier? damit ich später datieren kan, wann ich das erst mal davon gehört habe. punkt & smile.

letzte woche vorgestellt, noch 2 wochen bis zum verkaufststart in deutschland: die ps3, sonys nächste leuchtrakete im krieg der konsolenwelten. diesmal: konsole gegen online, denn was hier zu sehen ist und von sony ganz groß an die glocke gehängt wird, macht deutlich, dass der entwicklungstrend „multi user online gaming von der konsole“ nicht mehr aufzuhalten ist, spielkonzepte immer intrikater mit communitykonzepten verwoben werden und an vielen stellen wohl auch den pc als internet-interface ablösen dürfte.

sony erklärt mit der ps3 und dem dahinter stehenden „home“-feature, die avatarbasierte echtzeit-community der ps3-spieler, second life den krieg – und hat einen gewaltigen vorteil: den zweck des spiels. während second life immer mehr zu einem (self) advertising environment verkommt, in dem sich die innovationsabteilungen der consumer brands austoben, bietet die ps3 die möglichkeit, sich mit anderen zum spielen zu verabreden und die spielumgebung gleich nebenan. nicht das matchmaking, noch ausgefeilteres avatartuning und „emergence entertainment“, also das uploaden eigener contents, sind das eigentlich neue (obwohl natürlich auch), sondern die soziale konvergenz von spielfläche und spielern.

szenario futur I: jeglicher medienkonsum, ob gaming, musik, bewegt- oder stillbild wird in einer avatarwelt stattfinden, die die möglichkeiten zur persönlichen und regelbasierten empfehlung, zur bearbeitung der contents, zum matchmaking über meta- und profildaten und starke vertikal- und kontextsuchen anbieten unter einer oberfläche bereithält.

szenario futur II:  die protokolle der plattformen harmonieren, linden labs „second life“ avatare treffen auf  sonys „home“-siedler, ein gameboy auf eine world of warcraft-blutelfe. es bilden sich kontinente, sie heißen haben kunstnamen, aber dahinter stehen „nintendo“, „sony“, „entertainment arts“, „linden lab“, „blizzard entertainment“ und all die anderen. an den jeweiligen zonengrenzen gibt es schilder, die sagen „sie verlassen den sektor des anbieters XY“. es wird plattformübergreifende länder- und weltmeisterschaften geben. au-pair-aufenthalte, auswanderung, vorurteile, gemischtehen …

fortsetzung folgt.

gerade entdeckt: jyte.com. hier geht es um „claims“, also was für marketingleute. na gut, eigentlich geht es weniger um marketing, sondern um alles mögliche, was man in textform ausdrücken kann, also um dich und mich und den ganzen rest, der dort irgendeine meinung zum besten geben kann. die andere dürfen prompt darauf reagieren mit daumen hoch oder runter. macht spaß. und wird sicher bald entdeckt von der industrie, die mehr oder weniger versteckt die akzeptanz von ideen, produkten, services etc. testen wird.

bis es soweit is, will ich einfach mal sehen, ob es die (vorwiegend natürlich noch us-dominierten) community ok findet, dass ich im nachbarhaus seit ein paar tagen auf ein im fenster stehendes skelett kuckn muss.

ganz lässig übrigens das single-sign-on konzept von openID, das jyte.com unterstützt und derzeit auf immer mehr sites auftaucht. die idee ist, dass benutzer mit einem openID-benutzerkonto sich mit diesem auf beliebigen openID-unterstützenden sites anmelden können, ohne jedes mal andere login-daten verwenden zu müssen. die „open-identität“ steckt dabei in der url der openID-benutzerkontos. mehr dazu hier oder hier.

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das hier hatte ich vor ein paar tagen in meinem postfach: einer dieser stayfriends-newsletter, weil ich mich da vor jahren mal eingetragen habe, als es um die vorbereitung eines klassentreffens ging. doch halt! diesmal war es nicht die übliche was-sich-schon-wieder-in-ihrer-klasse-ereignet-hat-post, sondern eine der fiesen art: eine spekulation darüber, wie populär ich in meiner schulklasse war.

das passt sicher wunderbar in unsere gegenwärtige ranking-kultur, die sich nach anzahl der votes, kontakten oder buddies bemisst (dsds, openbc, myspace, etc.). aber wie perfide! stayfriends generiert dieses klassenliebste-ranking nach den aktivitäten auf der stayfriends-site. d.h. je häufiger meine stayfriends-profilseite besucht wird, je mehr kontakte ich über sie habe und, gut festhalten!, je mehr poesiealbum-einträge ich mein nennen darf, desto beliebter muss ich wohl in der klasse gewesen sein.

hm. da kommt selbst stayfriends ins zweifeln, ob diese einerseits absurde, anderseits aber auch sehr komische verwurstung des page rank prinzps von google in ordnung geht. unter dem schönen titel „Vom Messen und Steigern der Beliebtheit“, der so klingt, als wäre er direkt aus dem knigge übernommen (wie auch ansonsten der tonfall auf der stayfriends-site ein wenig schrullig und altbacken daherkommt), schreibt stayfriends in eigener sache:

Wir haben darüber nachgedacht, was man aus den Aktivitäten unserer Mitglieder herauslesen könnte. Das Ergebnis ist eine Rangliste. Keine ganz ernstzunehmende, zugegebenermaßen. Ein Experiment, dessen Ausgang auch uns nicht klar ist.

mir auch nicht. auf jeden fall finde ich platz 4 von 11 derzeit registrierten ehemaligen kamerade gar nicht so übel. und schreib mir jetzt selber gleich mal was ins poesialbum, ätsch!

das wurde auch mal zeit! endlich eine hübsche parodie auf den ganzen rummel um second life: get a first life! kein serverstau, keine tanzveranstaltungen, wo man erstmal einen move kaufen muss um mitzumachen und auch sonst jede menge überzeugende vorteile: fornicate with your real genitals! oder: Hang out at the mall! Embarass yourself in gym class! Get acne! Experiment with mind-altering recreational drugs! The First Life world is your oyster.

klingt super. wenn mit jetzt noch einer sagt, wo ich das downloaden kann.